17.10.2015
Diskussion über Bürgerbus im Amt Burg - St. Michaelisdonn geht weiter

Ein Bürgerbus kann nach einer festen Linie fahren und an festen Haltestellen halten. Welcher Weg im Amt Burg-St. Michaelisdonn im südlichen Kreis Dithmarschen beschritten wird, ist noch offen. Die Planungen haben im November 2014 begonnen und dauern im Herbst 2015 noch an. Symbolfoto: Dr. Holger Jansen/Projekt Bürgerbusse Schleswig-Holstein Seit knapp einem Jahr wird im südlichen Dithmarschen über einen Bürgerbus diskutiert. "Ein Bürgerbus für Jung und Alt", titelte die Lokalpresse am 8. November 2014 und berief sich auf Pläne der Wählergemeinschaft Eddelak. Diese, so hieß es damals weiter, will im Amtsgebiet Burg-St. Michaelisdonn einen Fahrdienst für alle Bewohner des Dorfes anbieten. Ein knappes Jahr später tagte die aus der Idee hervorgegangene Projektgruppe Bürgerbus zum fünften Mal – Treffpunkt war die Grundschule Eddelak. Rund 50 Gäste dokumentieren ihr Interesse an dem Projekt.

Die Projektgruppe Bürgerbus ist im Nachgang der Sitzung des Wirtschaftsausschusses des Amtes Burg-St. Michaelisdonn am 17. November 2014 entstanden. Der Wirtschaftsausschuss war ausweislich des Protokolls einvernehmlich der Auffassung, dass zunächst die Erstellung eines Konzeptes erforderlich sei. Die Gemeindevertretung Eddelak solle als Ideengeberin die Federführung für die Konzepterstellung übernehmen. Die Projektgruppe traf sich inzwischen seit Januar 2015 fünf Mal und diskutierte aus unterschiedlichen Perspektiven über mögliche Wege zum Bürgerbus.

Die Aktiven starteten im Frühsommer 2015 eine Umfrage, um den Bedarf für einen Bürgerbus im Amt zu erheben. Die Resonanz war mit 207 ausgefüllten Bögen nicht zufriedenstellend. Insgesamt wurden 11.800 Bögen verteilt. Die Umfrage war auch im Internet verfügbar. Aber: Rund 140 Personen gaben an, dass sie den Bürgerbus nutzen würden. Die Nachfrage für einen Bürgerbus ist also vorhanden.

Ein Bürgerbus wird immer von unten in einer Projektgruppe geplant. Dazu müssen die interessierten Bürgerinnen und Bürger von Anfang an aktiv eingebunden werden. Ein guter Weg ist ein Planungsworkshop. Symbolfoto: Dr. Holger Jansen/Projekt Bürgerbusse Schleswig-Holstein Die Projektgruppe Bürgerbus will jetzt den Amtsausschuss informieren und die Mitwirkung der einzelnen Amtsgemeinden abfragen. Fragen zur Finanzierbarkeit sind noch offen. Zudem soll der Kontakt zum Kreis Dithmarschen aufgenommen werden. In Schleswig-Holstein sind die Kreise für den öffentlichen Verkehr auf der Straße verantwortlich. Sie vergeben Genehmigungen für den Linienbetrieb des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG). Auch ein Bürgerbus muss die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Beförderungsrechts einhalten. Und zwar auch dann, wenn er nur auf der örtlichen Ebene unterwegs ist oder bis maximal acht Personen befördert.

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Linktipp:
Die Webseite des Vereins "BürgerBus Dithmarschen Süd" finden Sie hier