31.07.2020
Fahrdienste im Amt Bordesholm als "Bürgermobil" bald wieder verfügbar

Die Fahrdienste der Bürgerbörse im Amt Bordesholm werden ab Ende August oder im September 2020 unter dem Namen Bürgermobil wieder aufgenommen. Rechtsträger wird die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Christuskirche Bordesholm. Archivbild Bahnhof Bordesholm/Dr. Holger Jansen/Agentur Landmobil In dem seit Monaten schwelenden Streit zwischen der Amtsverwaltung und der Bürgerbörse im Amt Bordesholm (Kreis Rendsburg-Eckernförde) über die Fahrdienste der Bürgerbörse zeichnet sich eine Lösung ab. Demnach soll ab Ende August oder im September 2020 mit dem Namen "Bürgermobil" der Fahrdienst neu an den Start gehen. Rechtsträger wird die Kirchengemeinde Christuskirche Bordesholm.

Bis zur Einstellung des Fahrdienstes durch die Corona-Pandemie Mitte März 2020 funktionierte der Fahrdienst wie folgt: Ein Kunde, der gefahren werden wollte, rief im Bürgerbüro des Amtes an. Von dort wurde der Anruf an die ehrenamtliche Bürgerbörse weitergeleitet, die einen Fahrer mit einem Privat-Pkw vermittelte. Fahrten innerhalb des Amtes kosteten immer 2 Euro, Fahrten nach Kiel, Rendsburg oder Neumünster wurden mit 30 Cent pro Kilometer berechnet.

Einen ersten Teilerfolg konnte die Bürgerbörse bereits im April 2020 erzielen. Auf Antrag von Amtsdirektorin Anja Kühl stellte die Kommunalaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde nach Rücksprache mit den zuständigen Landesministerien fest, dass der Fahrdienst nicht der Genehmigungspflicht der gewerblichen Personenbeförderung unterliege. Damit müssen die engen rechtlichen Voraussetzungen, die das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) vorgibt, vom ehrenamtlichen Team der Bürgerbörse nicht beachtet werden. Eine Tarifpflicht – wie etwa bei einem Taxi oder einem Linienbus – besteht nicht.

Die Kirchengemeinde wird ein Büro für den Telefondienst zur Verfügung stellen. Die Telefonnummer wird noch bekannt gegeben. Aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen steht der Starttag für die Wiederaufnahme des Fahrbetriebs noch nicht fest. Das Grundprinzip soll aber so bleiben wie bisher. Fahrgäste rufen die neue Nummer an und werden dann kurzfristig von einem Fahrer aus dem ehrenamtlichen Team der Bürgerbörse befördert. An den Preisen soll sich nichts ändern.

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